Früher gab es in jeder Region oder größeren Stadt einen Stromversorger an den man gebunden war. Verbraucher hatten keinen Einfluss auf die Preisgestaltung des Stromversorgers und mussten sich oft über einen schlechten Service und ungünstige Konditionen ärgern. Seit der Liberalisierung des Strommarktes, ist das zum Glück Geschichte. Seit dem ist der Strompreis im Schnitt gefallen, aber die Unterschiede der einzelnen Anbieter sind enorm. Günstigen Strom findet der Verbraucher nur durch einen Vergleich.

Die Einsparungen je nach Verbrauch & Tarif können mehrere hundert Euro pro Jahr betragen.
Auch der Service kann besser sein
Die Möglichkeit, günstigeren Strom zu beziehen, ist nicht der einzige Grund, aus dem Verbraucher ihren Stromanbieter wechseln. Auch der Service mancher Stromlieferanten bietet Grund zum Ärgernis. Nun könnte man annehmen, dass der Strom immer aus der Steckdose kommt und daher von einem Stromversorger kein besonderer Service erwartet wird. Aber Strom-Abrechnungen, die undurchsichtig und vielleicht fehlerhaft sind und einen Versorger, der auf Rückfragen und Korrekturwünsche nicht eingeht, muss sich niemand gefallen lassen. Strompreis-Vergleichsrechner gehen auf die Serviceleistungen der Stromanbieter und die Kundenzufriedenheit oft nicht ein, aber es gibt verschiedene Foren, in denen Verbraucher sich über ihre Erfahrungen mit den Energieversorgern austauschen. Ein Stromanbieter, der immer wieder Anlass zur Unzufriedenheit gibt, ist auch dann nicht ideal, wenn er günstig Strom liefert.
Oder vielleicht doch besser Öko-Strom?
Verbraucher, die in jeder Beziehung umweltfreundlich denken, ziehen es vielleicht vor, die Anbieter von Öko-Strom zu unterstützen, anstatt den günstigsten Strom zu beziehen. In der Regel ist Öko-Strom ein wenig teurer, als Strom aus Atom- oder Kohlekraftwerken. Aber auch hier gibt es deutliche Preisunterschiede und es lohnt sich, einen Vergleich zwischen den Strompreisen der verschiedenen Ökostrom-Anbieter durchzuführen. Öko-Strom wird in Deutschland vorwiegend aus Wasserkraftwerken gewonnen, aber der Anteil an Solar-Strom steigt mit der Anzahl an Photovoltaik-Anlagen, die auf den Dächern von Gebäuden errichtet werden. Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter bedeutet nicht, dass anschließend reiner Öko-Strom bezogen wird. Alle Stromerzeuger leiten ihren Strom in das zentrale Netz ein. Je mehr Verbraucher sich aber für Öko-Strom entscheiden, umso größer wird der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien am gesamten Stromaufkommen.
Stromanbieter wechseln und billigen Strom beziehen
Der Wechsel des Stromanbieters ist kinderleicht. Stromkosten-Vergleichsrechner im Internet suchen den individuell günstigsten Anbieter heraus. Aber Vorsicht, der Stromlieferant des Nachbarn muss nicht in jedem Fall der günstigste sein, denn die Tarife der verschiedenen Anbieter sind unterschiedlich und richten sich nicht nur nach dem Standort, sondern auch nach dem durchschnittlichen Jahresverbrauch. Hat man sich für einen neuen Stromanbieter entschieden, so wird man vom Vergleichsrechner auf die Homepage des Stromanbieters umgeleitet und kann dort direkt den Auftrag zur Belieferung erteilen. Der neue Anbieter wird alle Formalitäten mit dem bisherigen Stromversorger regeln und auf Wunsch sogar die Kündigung vornehmen.
